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By Krassimir Stojanov

Krassimir Stojanov entwickelt eine Theorieperspektive auf die sozial-intersubjektiven Voraussetzungen und Verlaufsmuster von Bildungsprozessen unter posttraditionellen Bedingungen. Dies geschieht auf der Grundlage einer bildungstheoretischen Umsetzung und Erweiterung des neuen anerkennungstheoretischen Ansatzes. Ein wichtiges Ergebnis der Studie ist, dass die Fähigkeit zur intersubjektiven Anerkennung in ihren unterschiedlichen Formen das Kernstück pädagogischer Professionalität ausmacht. Die Kultivierung dieser Fähigkeit erfordert die systematische Aufarbeitung der eigenen Erziehungs- und Bildungsbiographie.

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Das Konzept McDowells entsteht im Kontext der neueren sozialpragmatischen Linie in der nordamerikanischen „Philosophy of Mind", die ihren Ausgang in Wilfrid Sellars' Kritik an dem empirizistischen „Mythos des Gegebenen" nimmt (vgl. Sellars 1997). Dieser Mythos grtinde sich in der Annahme, dass der Ausgangspunkt der WelterschlieBung „pure", vor jeder Synthesetatigkeit des Bewusstseins und der Sprache existierende Elementardaten seien, die in ihrer Gesamtheit die „objektive" Natur ausbilden. Aus diesen Daten werden nach diesem Mythos dann Begriffe abgeleitet, die vor allem kausale Zusammenhange zwischen den „objektiv gegebenen" empirischen Sachverhalten abbilden (vgl.

Dabei hat sich herausgestellt, dass der universalistische Gehalt des neuhumanistischen Bildungsbegriffs Humboldtscher Provenienz, der insbesondere in der Vorstellung von Bildung als Erschlieflung von Welt zum Ausdruck kommt, nicht ohne weiteres mit den im 20. Jahrhundert dominanten Vorstellungen iiber das Medium von Bildungsprozessen kompatibel ist, wonach dieses Medium entweder als Initiation in eine Kulturgemeinschaft, oder als erfahrungsimmanente und erfahrungserweiternde soziale Interaktion erschien.

In der sich diese Selbstbewusstseine iiberhaupt erst gegenseitig hervorbringen, in die Uberwindung der Abgetrenntheit zwischen ihnen iiberfuhrt wird, wobei ein kollektives Ganzes entsteht (vgl. , S. 194). Dieses verkorpert sich in einem sittlichen Gemeinwesen, im sittlichen Leben eines Volkes. Hier entsteht zuerst ein objektiver Geist und zwar als das sittliche Leben eines Volks, das den Status einer unmittelbaren Wahrheit besitzt (vgl. , S. 240). " Der Geist muss sich jedoch in diesem Ganzen der sittlich hervorgebrachten Welt selbst erkennen, was voraussetzt, dass er es als seine Wirklichkeit, als sein Anderes setzt.

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