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By Gunnar Duttge

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Dass Sanktionsbedürfnisse der Gesellschaft („da ist noch eine Rechnung offen“)158 aus sich selbst heraus die erforderliche Legitimation gegenüber dem jeweiligen Beschuldigten nicht bewirken können, sollte in einer freiheitlichen Rechtsordnung eigentlich keine Frage mehr sein; Markowitsch hat einen solchen Gedanken etwas bissig, aber im Kern zutreffend als Indienstnahme der Justiz im Sinne eines „Vollstreckers des Volkszorns“ bzw. „Erfüllungsgehilfen der Volkspsychologie“159 verspottet. ] nicht geeignet, zu Lasten des Täters eine Vergeltung und sittliche Vorwürfe zu legitimieren“160.

110. h. der Einsicht in „das Unrecht der Tat“), kann hierbei – insoweit entgegen Merkel166 – nicht etwa nur eine generelle Charaktereigenschaft gemeint sein, sondern ist die konkret-aktuale Befähigung zum rechtmäßigen Alternativverhalten verlangt. Der Umstand, dass der Gesetzgeber dieses Erfordernis zusätzlich zur Unrechtseinsicht aufgenommen hat, zeigt, dass er den postulierten Zusammenhang („bei vorhandener Unrechtseinsicht können wir regelhaft von der Vermeidebefähigung ausgehen“) gerade nicht anerkennt.

H. vorbehaltlich gegenteiliger Anhaltspunkte nicht beweisbedürftigen Vorliegen strafrechtlicher „Schuld“ aus, die sich gesetzlich in §§ 17, 20 f. h. bei Ausübung des tatbestandsmäßigen Verhaltens, § 8 StGB) die „Fähigkeit“ gehabt haben muss, „das Unrecht der Tat einzusehen“ und „nach dieser Einsicht zu handeln“. Schon dieser gesetzlich vorgegebene Rahmen – Tatschuld durch tatzeitbezogen individuelle Befähigung zum kognitiv veranlassten117 Legalverhalten – legt ersichtlich die Formel vom täterindividuellen „Anders-Handeln-Können“ als Kern der persönlichen Vorwerfbarkeit nahe; nichts anderes hat daher der Große Strafsenat des Bundesgerichtshof in seiner bekannten Entscheidung aus dem Jahre 1952 ausgeführt, als er dieses Verständnis in die vielzitierten Worte fasste: „Mit dem Unwerturteil der Schuld wird dem Täter vorgeworfen, dass er sich nicht rechtmäßig verhalten, dass er sich für das Unrecht entschieden hat, obwohl er sich rechtmäßig verhalten, sich für das Recht hätte entscheiden können.

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