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By Holger Sonnabend

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Was er ganz am Anfang sagt, repräsentiert also sozusagen das römische Durchschnittswissen über Germanien in der mittleren Kaiserzeit: „Germanien in seiner gesamten Ausdehnung wird von den Galliern und den Rätern und Pannoniern durch die Flüsse Rhein und Donau, von den Sarmaten und Dakern durch die gegenseitige Furcht oder durch Gebirgszüge abgegrenzt. “ Auffällig ist hier die nach modernen Kategorien etwas befremdliche, für Tacitus jedoch typische Vermengung von geographischen und moralischen Gesichtspunkten („gegenseitige Furcht oder Gebirgszüge“).

Die meisten Informationen stammten aus zweiter Hand (Caesar, Plinius) oder waren das Resultat blanker Schreibtischimagination. Chr. gesehen wurde. Immerhin konnte Tacitus damit rechnen, dass das angesprochene Publikum, zu dem der Autor durchaus nicht die Spezialisten – also etwa Gelehrte, Soldaten und Händler – rechnete, mit seinen Angaben etwas anzufangen wusste. Was er ganz am Anfang sagt, repräsentiert also sozusagen das römische Durchschnittswissen über Germanien in der mittleren Kaiserzeit: „Germanien in seiner gesamten Ausdehnung wird von den Galliern und den Rätern und Pannoniern durch die Flüsse Rhein und Donau, von den Sarmaten und Dakern durch die gegenseitige Furcht oder durch Gebirgszüge abgegrenzt.

Ebenfalls im Dienst der Seleukiden stand ein nicht minder wissenschaftlich versierter Heerführer namens Demodamas. Dieser erforschte für die Monarchen die östlichen Territorien dieses hellenistischen Reiches, das bis zum Beginn des 3. Jahrhunderts v. Chr. noch bis zum Indus reichte. Wie Plinius (6,49) mitteilt, überquerte Demodamas im Rahmen dieser Mission den Fluss Iaxartes, den heutigen Syr-Darja. Ähnlich aktiv wie die Seleukiden waren als Förderer der geographischen Erkundung die über Ägypten regierenden Ptolemäerkönige.

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